Bamberg
 
Sa, 08.07.2017, 9.30-15.45 Uhr, Bamberg, Pfarrzentrum St. Augustin, Coburg
 
 Menschenbild(er) der Reformationszeit
 Info-Studientag für 1./2./3. Vorstände und Interessierte
 
 Ein grundlegender Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Lehre besteht in der Auffassung von der Beziehung des Menschen zu Gott. In der Sicht Luthers ist die menschliche Natur verdorben, der Mensch kann nichts zu seiner Erlösung beitragen, er ist vollkommen auf die Gnade Gottes angewiesen. Das katholische Verständnis kennt - bei allem Wissen um die Fähigkeit zum Bösen - auch das Gute im Menschen, dem Gott durch die von Jesus Christus
gestiftete Kirche und durch die von ihr gespendeten Sakramenten sein Heil schenkt.
Die verschiedenen Perspektiven auf den Menschen haben vielfältige Auswirkungen, etwa auf das Verständnis von Kirche, Sakramente, Eucharistie und Heiligenverehrung. Aber auch in der Kunst finden diese Unterschiede ihre Ausprägungen, wenn man beispielsweise die Werke der Cranachs mit denen Michelangelos vergleicht.
Bei der Veranstaltung geht es zunächst um die Fragestellung, wie sich das unterschiedliche anthropologische Grundverständnis bei Katholiken und Protestanten auf die Darstellung des Menschen in der Kunst der Reformationszeit auswirkt. Im Blick auf das Menschenbild bei Martin Luther wird dann die Frage thematisiert, inwieweit Luther noch dem mittelalterlichen Denken verhaftet war und inwieweit er mit seinem Bild vom Menschen den Weg in die Neuzeit gewiesen hat.
 
Zielgruppe: Alle
Referenten: Prof. Dr. Wolfgang Augustyn, Prof. Dr. Volker Leppin, Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid
Gebühr: 48,00 EURO
Anmeldung: KEB im Erzbistum Bamberg, Domstraße 5, 96049 Bamberg, Tel. 0951 502-2310
Veranstalter: Eine Veranstaltung der Katholische Akademie in Bayern in Zusammenarbeit mit der KEB - Katholische Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg und der KEB - Katholische Erwachsenenbildung im Dekanat Coburg.
 
 
 
Weitere Veranstaltungen:
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